»Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.« Lukas 13,30

Liebe Leserin und lieber Leser,

vom 04. bis 13. August 2017 fanden im Londoner Olympiastadion die Leichtathletik-Weltmeisterschaften statt. 2034 Athleten aus 205 Ländern kämpften in 48 Wettbewerben um schnelle Zeiten, große Höhen und Weiten. Ein großes Ereignis also, das Hunderttausende ins Stadion zog und Millionen an die TV-Bildschirme.

Dabei war klar: Nur wer gewinnt, zweiter oder dritter wird, kann eine der begehrten Medaillen gewinnen. Nur wer der oder die Schnellste, Weiteste, Höchste ist, kann sich Weltmeister nennen.

So ist es doch oft im Leben, nicht nur im Sport: Es gibt Sieger und Verlierer, Erste und Letzte. Und es käme uns ja auch wirklich sehr komisch vor, wenn plötzlich der Sportler, der im 100m-Sprint die langsamste Zeit gelaufen hat, die Gold-Medaille bekäme. Das wäre doch ungerecht, oder!?

In Gottes Welt gelten andere Regeln. So sagt es Jesus Christus. Hier kehren sich menschliche Ansichten um. Hier werden die beschenkt und geehrt, die es nicht geschafft haben. Die Entmutigten, die Verletzten, die Entrechteten und Gekränkten. Hier muss sich niemand seine Anerkennung und sein Geliebt sein erkämpfen. Da gibt es niemanden, der untröstlich zurückbleibt.

Zu schön, um wahr zu sein? Mag sich so anhören. Aber hier handelt es sich um ein göttliches Prinzip. Überall auf der Welt scheinen die zu siegen, die stark, mächtig und unüberwindbar auftreten. Stellen wir uns vor, zu Gott könnten nur die kommen, die die ersten drei Plätze einnehmen. Was für ein grausamer Kampf würde sich entwickeln. Nein, alle sind willkommen, alle sind von Gott ohne Vorbedingung geliebt.

So soll es auch in unserer Gemeinde sein.

Herzlich willkommen!

Pastor Rüdiger Franz

 

(Kopf-Bild: Manuela Kühnert  / pixelio.de)