Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.“
Römer 8,18

Monatslosung Februar 2019


Geht es euch auch schon mal so: Das Leben verläuft irgendwie so ganz anders als ihr es euch vorgestellt habt? Der Arbeitgeber wird plötzlich verkauft und man muss sich einen neuen Arbeitsplatz suchen. Das Auto geht kaputt und das Geld, das für einen Urlaub gespart wurde, muss dafür herhalten. Der Vermieter kündigt Eigenbedarf an und man muss sich ein neues Zuhause suchen. Ein geliebter Mensch verlegt seinen Lebensmittelpunkt in eine neue Stadt und man muss sich von liebgewonnen gemeinsamen Unternehmungen verabschieden. Diese Beispiele lassen sich beliebig fortführen. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie bringen eine Veränderung mit sich. Einen neuen Arbeitsplatz, keinen oder anderen Urlaub, eine neue Wohnung, Zeit für andere Begegnungen.

Wirklich begeistert sind wir Menschen davon nicht, wir gehören zu den Gewohnheitstieren. Unser Geist wird sich also zunächst wehren, weil er das vertraute behalten möchte. Dazu kommen Traurigkeit und sogar Wut darüber, dass Dinge anders verlaufen, als wir sie uns vorgestellt haben.

Diese Gefühle gehören dazu und es ist wichtig, sie zu spüren. Allerdings sollten wir darin nicht verharren. Besser sollte man so eine unerwünschte Veränderung als Chance begreifen. Wird der Weg zur neuen Arbeitsstätte vielleicht kürzer, der Verdienst oder die Arbeitszeiten besser? Spart ein neues Auto gar Unterhaltskosten, bringt mich sicherer an meine Ziele? Bietet die Wohnung mehr Platz, oder findet man gar ein Häuschen mit Garten? Im letzten Beispiel hinkt dieser Gedankenweg natürlich. Denn niemand möchte ersetzt werden. Doch auch hier wird Platz geschaffen für etwas Neues.

Wenn wir etwas verlieren, das uns wichtig ist, durchlaufen wir immer die gleichen Phasen, mehr oder weniger intensiv. 1. Schock: Wir wollen das nicht. 2. Verleugnung: Wir wollen es nicht wahr- haben, verdrängen es. 3. Realisierung: Das Geschehene drängt in unser Bewusstsein, wir können nicht mehr daran vorbei schauen. 4. Akzeptanz: Wir haben, was unabänderlich ist, voll und ganz angenommen. 5. Aufbruch: wir orientieren uns neu, brechen auf, treffen Entscheidungen und wagen neue Schritte.

Und oft, wenn wir die Veränderung geschafft haben und zurück blicken, erkennen wir, dass Gott uns begleitet, ja unseren Weg geleitet hat und Gutes für uns geschaffen hat. Die neue Firma, in der wir uns beruflich weiter entwickeln können. Ein anderes Urlaubsziel, das wir ohne neues Auto nicht erreicht hätten. Das neu erschaffene Zuhause, in dem wir zur Ruhe kommen können. Eine neue Persönlichkeit, die unser (Glaubens-)leben bereichert. Zufall? Nein! Denn Gott hat einen Plan mit uns. Er möchte uns leiten wie er es in Psalm 32,8 verheißt: „Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten.“

Gott lässt uns nicht aus den Augen. In der Offenbarung 21,5 sagt er „Siehe, ich mache alles neu.“ Und das tut er, in kleinen und in großen Dingen. Manchmal wird es uns nicht sofort klar. Gott gebraucht gerne mal einen Umweg. Ich möchte euch dennoch Mut machen. „Verlasst euch auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlasst euch nicht auf euren Verstand, sondern gedenkt an ihn in allen euren Wegen, so wird er euch recht führen.“ (nach Sprüche 3,5-6). Denn „Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.“

Melanie Roderburg

 

(Kopf-Bild: Manuela Kühnert  / pixelio.de)