Mit der Vorweihnachtszeit beginnt wieder die Zeit des großen Wünschens. Die Kinder schreiben, malen und basteln mit viel Eifer Wunschzettel mit teilweise schon beängstigendem Umfang. Die Werbung überbietet sich mit Geschenkideen und versucht dabei, den Wunsch nach besonders exklusiven und teuren Dingen zu wecken.

Das Schenken zu Weihnachten hat ja schon eine lange Tradition. Bereits Jesus erhielt ja Geschenke zu seiner Geburt.

Im Laufe der Jahre sind die Ansprüche an die Geschenke gestiegen. Von älteren Menschen kann man erfahren, dass es in früheren Zeiten zu Weihnachten viel bescheidener zuging, aber man sich deswegen aber keineswegs enttäuscht fühlte. Heutzutage ist es wesentlich schwieriger geworden. Geschenke haben es inzwischen oftmals schwerer, dem Beschenkten eine Freude zu bereiten. Sie werden mitunter als eine Selbstverständlichkeit angesehen und es geht vielfach nur noch darum, dass die eigenen Ansprüche zufrieden gestellt werden. Das Materielle steht manchmal viel zu stark im Vordergrund.

Mir ging dann einmal durch den Kopf, was wohl auf Jesu Wunschzettel stehen würde, denn schließlich feiern wir ja zu Weihnachten seine Geburt. Welche Wünsche wird er wohl an mich haben? Ist es denn sogar denkbar, dass Jesus gar nicht wunschlos glücklich mit mir ist?

Es wird ihm ein Leichtes sein, für jeden von uns seinen ganz individuellen Wunschzettel zu erstellen. Man sollte einmal selbst in sich gehen und überlegen, welche Wünsche Jesus wohl an uns hat.

Ich kann mir vorstellen, da würde immer eine ziemlich lange Liste zusammen kommen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird man dort aber keine Dinge finden, die es zu kaufen gibt. So einfach macht es uns Jesus nicht, denn seine Wünsche an uns sind anspruchsvoller und mit Geld nicht zu bezahlen. Viele Wünsche werden dabei sein, die für uns wahrscheinlich keine Überraschung wären. Denn vielfach ist einem ja schon bewusst, dass es Dinge im eigenen Leben gibt, von denen Jesus gerne hätte, dass wir sie ändern.

Andererseits wird man wohl auch Dinge auf der Wunschliste überhaupt nicht finden, von denen man bisher überzeugt war, es seien Jesu Wünsche. Aber die will er überhaupt nicht haben.

Natürlich gibt es eine solche Wunschliste. Wer aufmerksam in der Bibel liest, wird erkennen, was sich Jesus von uns wünscht. Wenn wir uns das zu Herzen nehmen, dann kann Weihnachten auch ein Fest sein, das Jesus in den Mittelpunkt stellt.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine gesegnete und besinnliche Weihnachtszeit.

Jürgen Veit

 

(Kopf-Bild: Manuela Kühnert  / pixelio.de)